Praxis-Dr-Kossack.de
Zahnärztin in Bonn-Oberkassel

Bei der Verarbeitung von Zucker und Stärke, produzieren die Bakterien in der Mundhöhle Säuren. Diese Säuren schädigen den Zahn und er erkrankt an Karies.

Wie entsteht Karies?

Die bei der Verstoffwechselung unserer Nahrung enstehen Säuren in der Mundhöhle. Diese Säuren durchdringen die Zahnoberfläche. Zunächst führen die Säuren zu einer Entkalkung des Zahnes. Dadurch verliert der Zahn an Glanz und man erkennt einen kleinen weißen Fleck (white spot). In diesem Stadium kann man die Ausbreitung der Karies durch Tinkturen mit Fluorid wieder rückgängig machen. Passiert das nicht, kommt es schon bald zu einer bräunlichen Verfärbung des Zahnes. Die Karies wandert dann weiter in Richtung des Zahninnern und zerstört dabei auch das weiche Zahnbein (Dentin). Immer noch unbehandelt erreicht die Karies schließlich den Zahnnerv. Kommt es erst zu diesem Zeitpunkt zu einer zahnärztlichen Maßnahme, muss in der Regel vor der Füllung eine Zahnnervbehandlung durchgeführt werden. Bleibt der Zahn weiterhin unversorgt, können Bakterien entlang des Nervenkanals in den Kieferknochen vordringen und zu einer Entzündung des Wurzel umgebenden Knochens führen (apikale Parodontitis > Wurzelspitzenresektion).

Ein sauberer Zahn wird nicht kariös.

Beim Putzen werden Beläge und Nahrungsreste von den Zähnen entfernt. Die Entstehung gefährlichen zahnschädigenden Säuren wird unterbunden.Das Zahnfleisch wird massiert und zur Durchblutung angeregt. Die meisten der Zahnbeläge sind sehr klebrig, sie können nur durch das mechanische Putzen mit der Handzahnbürste oder Elektrozahnbürste entfernt werden. Eine Ablösung der Beläge nur durch die Anwendung von Mundspüllösungen funktioniert nicht! Ergänzend zur Zahnbürste gibt es verschiedene Hilfsmittel wie Zahnseide, Zahnhölzer, Zahnzwischenraumbürsten, Mundduschen und Spülungen zur Kräftigung des Zahnfleisches und zur Fluoridierung der Zähne. Bei der Auswahl der richtigen Zahnbürste und der Hilfsmittel helfen wir gerne. Be uns bekommen Sie auch Unterstützung beim Erlernen der effizienten Putztechnik und der Anwendung der Hilfsmittel.

Grundsätzlich gilt: Zähneputzen morgens nach dem Frühstück , abends vor dem Schlafengehen und nach jedem Genuss von zuckerhaltigen Speisen.

Ernährungsempfehlungen für gesunde Zähne

Der Konsum von Kohlehydraten, vor allem Haushaltszucker (Saccharose), Fruchtzucker (Fruktose), Traubenzucker (Glukose), Malzzucker (Maltose), Milchzucker (Laktose) und verschiedener stärkehaltige Substanzen begünstigen die Entstehung von Karies. Bakterien können diese Substanzen sehr schnell zu Säuren verstoffwechseln, die Karies auslösen. Die Verwendung von z.B. Honig anstelle von Haushaltszucker bewirkt keinen Kariesschutz. Die Verweildauer der Speise im Mund spielt eine wichtige Rolle. Wird die Nahrung längere Zeit gekaut, z.B. weiches Brot oder Kartoffelchips oder Bonbons über einige Minuten gelutscht, sind sie mehr kariogen (kariesauslösend), als andere Lebensmittel, die die Mundhöhle schnell passieren.

Tipps zum Umgang mit süßen Versuchungen

Der Genuss von zuckerhaltigen Speisen gehört zum Leben einfach dazu. Ein paar einfache Regeln helfen mit den süßen Versuchungen richtig umzugehen. Süßspeisen in Verbindung mit den Hauptmahlzeiten (Dessert) sind weniger schädlich als eine süße Zwischenmahlzeiten oder das süße Betthupferl. Belohnen Sie sich und Ihre Kinder nicht mit Süßem. Beim Kauf von Süßigkeiten auf das Zahnmännchen achten. Diese Lebensmittel mit dem Zahnmännchensymbol enthalten Zuckeraustauschstoffe (Sorbit, Mannit, Yxlit usw.) die nicht zahnschädlich sind. Aber Achtung! Einige Menschen vertragen Zuckeraustauschstoffe nicht gut. Die ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchten hilft den Heißhunger auf die kleine Nascherei zwischendurch in den Griff zu kriegen. Nach dem Zuckergenuss: Zähneputzen.