Praxis-Dr-Kossack.de
Zahnärztin in Bonn-Oberkassel

Der natürliche Saugreflex

gehört zum Leben eines Säuglings dazu. Das Saugen ist sogar lebensnotwendig – nur so kann der Säugling seine Nahrung aufnehmen. Es dauert nicht lange und das Baby setzt das Daumen oder Finger Nuckeln als Beschäftigung und zur Beruhigung sein. Handelsübliche Nuckis unterstützen dieses Verhalten. Spätestens ab dem 3.Geburtstag sollte die Entwöhnung der Lutschgewohnheiten beginnen. Oft ist das gar nicht so einfach. Wer möchte schon liebgewonnene Gewohnheiten ablegen?

Die Folgen des Dauernuckelns

können zu Zahnfehlstellungen und Anomalien in der Kieferentwicklung führen. Sowohl im Milchgebiss als auch als Spätfolge im bleibenden Gebiss. Zur Behebung solcher Fehlstellung sind oft kieferorthopädische Maßnahmen notwendig, die über viele Jahre andauern können.

  • Kreuzbiss: Nucki/Finger oder Nuckelflasche drücken mit ihrer gewölbten Form in den Gaumen. Das hat einen Einfluss auf das Gaumenwachstum. Der Oberkiefer wächst nicht ausreichend in die Breite und bleibt zu schmal. Es kommt zu einer umgekehrten Verzahnung, dem sogennanten Kreuzbiss.
  • Offener Biss: Die Schneidezähne können nicht zusammen beißen, weil der Daumen (Nucki etc.) gewohnheitsmäßig zwischen die Schneidezähne geschoben wird. Ein Abbeissen der Nahrung ist nicht mehr möglich. Die Sprachentwicklung ist gestört. Es kommt z.B. zum ‚Lispeln‘.
  • Die Schneidezähne im Oberkiefer stehen schräg hervor, weil Daumen (Nucki etc.) eine Dauerkraft ausüben, die nach vorne drückt.

 

Abgewöhnen des Dauernuckelns – Der Stopppi!

ist ein medizinischer Entwöhnungssauger , der nach dem 2. Lebensjahr eingesetzt wird  und als Daumen oder Nucki Ersatz zu den vorher üblichen Lutschzeiten dem Kind zur Verfügung steht. Meist reichen nur wenige Wochen aus und die Lutschgewohnheiten gehören der Vergessenheit an. Wir beraten Sie gerne dazu. Was können Sie aussdem noch tun?

  • Üben Sie bitte keinen Zwang oder Druck aus
  • Loben, loben, loben wenn zwischendurch mal nicht geluscht wird
  • Homöopathische Mittel und Bachblüten. Apotheken und Heilpraktiker beraten Sie gerne darüber