Praxis-Dr-Kossack.de
Zahnärztin in Bonn-Oberkassel

Chirurgie: Zahnentfernung und mehr

Soll ich mich wirklich operieren lassen? Warum ist der Eingriff notwendig? Was passiert, wenn ich mich gegen eine chirurgische Intervention entscheide? Wie ist der Ablauf? Welche Komplikationen kann es geben? Darf ich nach der Zahnentfernung Rauchen? Welche Nachbeschwerden sind zu erwarten? Was darf ich nach der Zahnentfernung essen? Welche Risiken gibt es allgemein, welche zusätzlichen Risiken bestehen in meinem persönlichen Fall?

Welche Alternativen gibt es für mich? Das alles klären wir einem ausführlichen in Ruhe geführten  Aufklärungs- und Beratungsgespräch mit Ihnen. Stellen Sie alle Ihre Fragen und lassen Sie sich die Bedenkzeit, die Sie brauchen.

Zahnextraktion

Grundsätzlich kann man zwischen der Zahnextraktion und der chirurgischen Zahnentfernung unterscheiden. Bei der Extraktion (lat. extrahere = herausziehen) wird der Zahn mit einer Zange oder einem Hebel entfernt. Die operative Zahnentfernung wird meist bei sehr tief zerstörten oder gebrochenen Zähnen notwendig. Man bezeichnet sie auch als operative Aufklappung, weil hierbei das den betreffenden Zahn umgebende Zahnfleisch vom Knochen abgehoben und zur Seite geklappt wird. Anschließend kann die Zahnwurzel im Knochen freigelegt und entfernt werden. Nach einer Wundsäuberung wird das Zahnfleisch in einer bestimmten Technik so vernäht, dass die gesamte Wundfläche geschützt ist und ausheilen kann. Nach einer Zahnentfernung kann es zu Schmerzen kommen, die mit rezeptfreien Schmerzmitteln meist gut aus zu halten sind. Bei starken Schmerzen oder Fieber nach der Zahnentfernung sollten Sie schnellstmöglich Kontakt zu uns auf nehmen. Eventuell kommt es nach dem Eingriff zu Einschränkungen bei der Ernährung, versuchen Sie bitte nach dem Abklingen der Betäubung etwas zu essen damit Ihr Kreislauf stabil bleibt. Auf Nikotin, Alkohol und Kaffee sollte nach dem Eingriff unbedingt verzichtet werden. Um die Wundheilung zu beschleunigen sollten Sie auf übertriebene Hygiene, häufiges Spucken und Ausspülen und Abtasten mit den Fingern verzichten. Unter normalen Umständen dürfen Sie auf Ihren Körper vertrauen – Ihr Körper weiss was bei der Wundheilung zu tun ist.

Wurzelspitzenresektion (WSR)

Die Wurzelspitzenresektion ist ein chirurgischer Eingriff, der zur Erhaltung eines beherdeten (entzündeten) Zahnes dient. Der häufigste Grund ist die apikale Parodontitis, eine Entzündung im Kieferknochen, der die Wurzelspitze eines nervtoten Zahnes umgibt. Da im tiefsten Teil der Zahnwurzel oft Nervkanalabzweigungen existieren, die auch bei korrekter Wurzelbehandlung einen Entzündungsprozess auslösen können, wird bei diesem Eingriff die Wurzelspitze entfernt (=reseziert). Um die Wurzelspitze zu erreichen, wird das Zahnfleisch vom zahnumgebenden Knochen weggeklappt und ein kleines Loch in den Kieferknochen bis an die Wurzelspitze heran gebohrt. Nach Entfernung der Wurzelspitze und ggf, Versiegelung des Wurzelkanals wird das Zahnfleisch seiner natürlichen Form entsprechend wieder vernäht.

Weisheitszahnentfernung

Die Entscheidung zur Weisheitszahnentfernung ergibt sich meist aus einer wiederkehrenden Entzündungssymptomatik des teilweise (partiell retiniert) oder vollständig (impaktiert) im Knochen liegenden Zahnes. Das operative Vorgehen ist ähnlich wie bei der operativen Aufklappung zur Zahnentfernung und richtet sich im einzelnen nach der genauen Lage des Zahnes, welche vorher anhand einer Röntgenaufnahme bestimmt wurde.

Chirurgische Implantation

Die zahnärztliche Implantologie dient der Vorbereitung zur späteren Befestigung von Kronen, Brücken oder Prothesen auf künstlichen in den Kieferknochen eingepflanztes Zahnwurzeln (Implantaten). In einem schonenden Operationsverfahren wird das Implantat in den Knochen eingepflanzt und mit Zahnfleisch abgedeckt. Bei der in unseren Praxis bevorzugten Methode der ‚geschlossenen Einheilung‘, kann das Implantat nach der Operation ungestört von den Krankheitskeimen in der Mundhöhle einige Wochen bis Monate im Kiefer fest wachsen. Dieses Verfahren erfordert etwas Geduld von den Patienten, ist aber nach unserer Erfahrung nach die Methode mit den geringsten Risiken und Komplikationen. Nach der Einheilung erfolgt die Freilegung des unter dem Zahnfleisch ruhenden Implantates. Auf das Implantat wird nun eine kleine Hülse aufgeschraubt, um die sich das Zahnfleisch in der nächsten Zeit natürlich ausformen kann. Einige Wochen später wird dann der prothetische Ersatz auf dem Implantat verankert. Die Kosten für ein Implantat und die anschliessende Versorgung mit einer Krone richten sich nach dem Aufwand. Entscheidend für die Prognose und Haltbarkeit eines Implantates ist die Erfahrung des Behandlers und die Mundhygiene des Patienten, unterstützt durch regelmäßig durchgeführte Professionelle Zahnreinigungen.

Parodontalchirugie

Im Rahmen der Parodontitisbehandlung werden Zähne mit sehr tiefen Taschen oder Regionen mit starkem Knochenabbau chirurgisch eröffnet  und gesäubert. Je nach Situation können dabei auch Knochenaufbaumaßnahmen mit künstlichem Knochen angewendet werden. Des Weiteren können durch spezielle operative Techniken freiliegende Zahnhälse mit Zahnfleisch abgedeckt werden (= ästhetische Parodontalchirurgie).